Von Grau zu Grün

Aufgabenstellung bei diesem Projekt war, Unstimmigkeiten im Erscheinungsbild der Anlage integrativ zu retuschieren und das Corporate Design des Auftraggebers harmonisch einzubinden. Der nördliche Teil der Anlage wird dabei von Grüntönen dominiert, der südliche Teil von Grautönen. Nach unzähligen Farbtests wurde eine

harmonische Farbreihe aus 54 Abtönstufen aneinandergereiht, die einen Farbverlauf ergeben. Das menschliche Auge kann die geringen Unterschiede zwischen den Farbnuancen nicht mehr wahrnehmen. Im Jahr 2003 gewann diese Gestaltung den deutschen Fassadenpreis.

Dieser Industriebau ist ein funktionaler Zweckbau, der in seiner Dimensionierung in der Höhen- und Längsentwicklung starken funktionalen Zwängen unterlag. Im wahrsten Sinne farblos wirkten die unendlich einheitlichen Betonoberflächen. Dominanz in der Farbwirkung erzeugten nur die metallischen Verkleidungen als grüne Bauteile, bei denen eine hohe Kontrastwirkung ablesbar wurde.
Im Sinne einer farblichen Harmonisierung und Corporate Identity für die Firma haben die Architekten/Farbgestalter eine 54-teilige Farbtonreihe entwickelt und damit die Betonoberflächen in 50 cm breiten Segmenten farblich beleuchtet.
Dadurch ergibt sich eine Aneinanderreihung von Farbtönen und damit ein optischer Farbverlauf, der dazu beiträgt, das die einzelnen Gebäudeteile visuell zusammengeführt werden und insgesamt als Einheit wirken. Es ist ein Industriebau, der nicht unnötig farblich überfrachtet oder „verhübscht“ ist, der damit ein gutes Beispiel darstellt, groß dimensionierte Bauteile sensibel farblich zu behandeln mit angenehmer gestalterischer Wirkung.
— Jurybegründung Deutscher Fassadenpreis ´03

Leistungsphasen
Entwurf
Ausführungsplanung
Ausführung vor Ort

Technik
Acryl- Farbbeschichtung auf Beton

Objekt
Industriebau